Der
philosophische Prinz
Erzählung aus dem Osten
von Olympe de Gouges
200 Seiten, Hardcover,
5 Abbildungen (s/w)
ISBN:
978-3-902591-03-6
Preis: 24,20 EUR (A)
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Dieser Roman von Olympe de Gouges datiert auf das Jahr 1792. Er ist der
zweite von zwei erhaltenen Romanen ihrer schriftlichen Hinterlassenschaft,
der nun erstmals als deutsche Übersetzung vorliegt. Das umfangreiche
Oeuvre von Olympe de Gouges umfasst darüber hinaus eine Fülle
an Theaterstücken und eine Vielzahl an politischen Schriften, die
sie als Petitionen, Stellungnahmen, offene Briefe oder Wandplakate veröffentlichte.
Olympe
de Gouges wurde 1748 in Montauban (Südfrankreich) geboren und 1793
in Paris vom Revolutionstribunal zum Tod durch das Schaffot verurteilt.
Ihr Gesamtwerk verfasste sie im letzten Jahrzehnt ihres Lebens, das sie
im vor- bzw. frührevolutionären Paris verbrachte. Olympe de
Gouges muss sich ihr umfassendes literarisches, geschichtliches und politisches
Wissen, genauso wie das Lesen und Schreiben ab den 1770er Jahren im Selbststudium
angeeignet haben. Sie fand im Schreiben eine Möglichkeit sind am
politischen Geschehen zu beteiligen und wurde aufgrund ihrer (für
das Regime Robespierres' unbequemen) politischen Meinung hingerichtet.
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De Gouges' Publikationen sind
allesamt politisch geprägt, wenn auch nur ein Teil ihrer Schriften
explizite Stellungnahmen zum politischen Geschehen darstellen. Ihre Dramen
und Romane greifen indessen dieselben Themen auf (Abschaffung der Sklaverei,
Gleichberechtigung der Frauen, Volkssouveränität, Gemeinwohl,
Sozialfürsorge, etc.) und stellen ihre politischen Forderungen an
fiktiven Schauplätzen dar.
Der Roman vom philosophischen Prinzen greift die Ansicht Platons aus der
Politeia auf, dass die Könige philosophieren oder die Philosophen
Könige werden sollen, um die Staaten von ihrem Übel zu erlösen.
1795 hielt Kant ("Vom eweigen Frieden") dieser Forderung entgegen,
dass der Besitz der Macht das freie Urteil der Vernunft unvermeidlich
verderben würde.
Olympe de Gouges zeigt in ihrem Roman, der von einer Liebes- und Leidensgeschichte
getragen wird, dass ein philosophischer Prinz vor allem Tugend besitzen
muss, um seine politische Aufgabe zu erfüllen und nicht der Korruption
anheim zu fallen. Fragen nach Regierungsverantwortung und dem Wohl der
Nation, nach einem humanen Strafrecht, der Unsinnigkeit von Standesdünkel,
der Selbstverantwortung denkender wesen und der Gleichberechtigung der
Frauen werden im Verlauf der Erzählung thematisiert, argumentiert
und an verschiedenen Schauplätzen illustriert. (Leseprobe)
Die belletristische Qualität des Romans regt auch ohne Kenntnis des
Kontextes zum Nachdenken an. Im Anhang finden Interessierte Informationen
zu Leben und Werk von Olympe de Gouges sowie nähere Erläuterungen
zum politischen Kontext des Romans und einige Verweise auf weitere Schriften
von Olympe de Gouges. (Leseprobe)
Herausgegeben und bearbeitet von Viktoria
Frysak und Corinne
Walter.
Einige Textproben aus anderen Werken, einen Lebenslauf sowie eine Fülle
an Literaturverweisen findet sich auf der Website: www.olympe-de-gouges.info
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