Auf den Spuren des Anderen


Die denkerische Leistung Zär’a Yaqobs ist umso höher einzuschätzen, als er mehr oder weniger nur sein eigenes Nachdenken in einer einsamen Höhle als Grundlage für seine Thesen zur Verfügung hatte.


Seine Sprache

Die Schriften von Zär’a Yaqob und Waldä Heywat sind in Ge’ez, der altäthiopischen Sprache, verfasst. Ihre Silbenschrift hat altsüdarabischen Ursprung und den Großteil ihrer Symbole aus dem Sabäisch-Himjarischen übernommen. Die ältesten Quellen reichen bis ins 5. Jahrhundert v.u.Z. zurück.
Ge’ez entwickelte sich zur offiziellen Sprache des aksumitischen Königreiches und erreichte den Höhepunkt seiner Verbreitung um das 4. Jahrhundert u.Z.
Als 1270 die "Salomonische Dynastie" an die Macht kam, die sich als legitime Fortführung des aksumitischen Herrschergeschlechts begriff, war Ge’ez nicht mehr Konversationssprache, spielte aber weiterhin eine große Rolle im gelehrten Umfeld sowie im sakralen Bereich und insbesondere als Schriftsprache, sodass die Zeit ab dem 14. Jahrhundert als das Goldene Zeitalter der Ge’ez-Literatur gilt.



Arbeiten zu Zär'a Yaqob im Netz:
Tassew Asfaw: The Contribution of Native Ethiopian Philosophers, Zara Yacob and Wolde Hiwot, to Ethiopian Philosophy
Chemeda Bokora: Zar'a Ya'eqob's Argument For The Existence Of God
Teodoros Kiros: The Meditations of Zara Yaquob



"... diese [Autobiografie] hier ist noch bedeutender aufgrund ihrer großen Unbefangenheit, der Details der Sitten, die sie enthält, und aufgrund der zeitgenössischen Geschichtskenntnis, die man anderswo vergeblich sucht." (Antoine d'Abbadie: Catalogue raisonné de Manuscrits Éthiopiens)


Herausgegeben und bearbeitet
von Bekele Gutema und Viktoria Frysak.


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